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Energielexikon

Die Ablesung des Zählers erfolgt einmal pro Jahr. Sind Sie bei der Ablesung einmal nicht zu Hause, wird ein Termin beziehungsweise eine Ablesekarte bei Ihnen im Briefkasten hinterlegt.

Unter dem Abrechnungsentgelt versteht man die monatlichen Abrechnungskosten des Netzbetreibers.

Die Anzahl der Abschläge ergibt sich aus den Vertragsbedingungen zum jeweiligen Sondervertrag. Die Fälligkeit liegt dabei rückwirkend am letzten Werktag des Monats. Der erste Abschlag wird nach dem Monat fällig, in dem die Jahresverbrauchsabrechnung erstellt wird. Die Höhe der Abschlagszahlungen errechnet sich aus dem voraussichtlichen Periodenverbrauch und dem sich daraus ergebenden voraussichtlichen Jahresverbrauchsentgelt, das auf die Anzahl der Abschläge verteilt wird.

Der Arbeitspreis deckt die verbrauchsabhängigen Kosten ab, z.B. die variablen Kosten der Erzeugung und/oder des Bezugs von Energie und wird je Einheit, d.h. je Kilowattstunde, in Rechnung gestellt.

Preis für die verbrauchte Kilowattstunde in der Hochtarifzeit (die Tagstunden von 6 bis 22 Uhr). Vgl. auch Schwachlastregelung.

Preis für die verbrauchte Kilowattstunde in der Niedertarifzeit (die Nachtstunden von 22 bis 6 Uhr). Vgl. auch Schwachlastregelung

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert Anlagen zur Erzeugung von regenerativem Strom wie Solaranlagen, Windkrafträder und Wasserkraftwerke mit festen Einspeisevergütungen. Das Geld für diese Vergütungen wird aus einer Umlage aufgebracht, die von jedem Stromversorger zu leisten ist. Die Elektrizitätsversorgungsunternehmen, die Strom an Letztverbraucher liefern, sind verpflichtet, für jede gelieferte Kilowattstunde Strom eine EEG-Umlage an die Übertragungsnetzbetreiber zu entrichten. Aus dieser bundesweit einheitlichen Umlage soll die Differenz aus den Einnahmen und Ausgaben der Übertragungsnetzbetreiber bei der Erzeugung von regenerativem Strom gedeckt werden. Unter http://www.netztransparenz.de/de/EEG-Umlage.htm finden Sie die aktuelle EEG-Umlage.

Der Eintarifzähler hat nur ein Zählwerk; die Verbrauchsmessung läuft über 24 Stunden. Unsere Kunden zahlen in diesem Fall, egal zu welcher Stunde, immer den gleichen Kilowattstundenpreis (Arbeitspreis). Der Eintarifzähler hat die Kennzeichnung HT.

Haus- oder Wohnungseigentümer, die ihre Immobilie vermieten oder verkaufen wollen, müssen seit dem 1. Januar 2009 einen sogenannten Energieausweis vorlegen. Er gibt Auskunft über die tendenziell anfallenden Wohnnebenkosten und liefert Basisinformationen über den energetischen Gesamtzustand des Objekts.

Unter Energiemix wird die Zusammensetzung des gelieferten Stroms aus nuklearer, fossiler sowie erneuerbarer Energie verstanden. Alle EU-Länder sind auf Grundlage einer Binnenmarktrichtlinie verpflichtet, zukünftig auf jeder Stromrechnung diese Zusammensetzung auszuweisen, damit sie für die Verbraucher auf einem Blick ersichtlich ist. 

Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) soll die sichere und effiziente Versorgung der Allgemeinheit mit Strom und Gas und einen wirksamen und unverfälschten Wettbewerb sicherstellen. Zusätzlich werden mit dem EnWG Vorgaben des Europäischen Gemeinschaftsrechts umgesetzt.

Als Ersatzversorgung bezeichnet man den Strombezug aus dem Niederspannungsnetz ohne einen bestimmten Liefervertrag. Sie stellt einen Schutz der Kunden dar und stellt sicher, dass beispielsweise im Falle der Insolvenz eines Lieferanten die Versorgung der Kunden auch weiterhin fortgeführt wird. Diese Versorgungspflicht durch den Grundversorger besteht für drei Monate, in denen der Kunde Zeit hat, sich einen neuen Lieferanten zu suchen beziehungsweise einen neuen Stromliefervertrag abzuschließen.

Der Grundpreis deckt die fixen Kosten ab und wird für die Bereitstellung der Energie unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch erhoben.

Grundversorger ist jeweils das Energieversorgungsunternehmen, welches zu einem Stichtag die meisten Haushalte in einem Netzgebiet beliefert. Ein Grundversorger muss jeden Kunden beliefern, sofern es ihm wirtschaftlich zumutbar ist. Ein freier Händler muss dies nicht. Die Stadtwerke Delitzsch GmbH ist der Grundversorger für das Stromnetzgebiet und das Gasnetzgebiet in Delitzsch. Grundversorgte Kunden sind alle Haushaltskunden (unabhängig von ihrem Jahresverbrauch) sowie Gewerbe- und Landwirtschaftskunden mit einem Jahresverbrauch von bis zu 10.000 Kilowattstunden Strom bzw. 1.500.000 kWh Erdgas. Somit gelten für diese Kunden ohne SWD-Sondervertrag immer die Preise und Bedingungen der Grundversorgung sowie die der StromGVV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung mit Elektrizität aus dem Niederspannungsnetz) bzw. die Gas GVV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung mit Gas aus dem Niederdrucknetz).

Die Konzessionsabgabe ist Bestandteil der Netznutzungsentgelte. Netzbetreiber müssen nach der Konzessionsabgabenverordnung eine Konzessionsabgabe an die Gemeinden entrichten, in deren Gebiet sich ihre Netze befinden. Dafür erhalten sie das Recht zur Nutzung öffentlicher Verkehrswege für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen. Die Höhe der Konzessionsabgabe für Tarifkunden richtet sich nach der Einwohnerzahl der Gemeinde.

Mit dem Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-Gesetz) wird der Ausbau von KWK-Anlagen in Deutschland gefördert. Heizkraftwerke dieses Typs erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Sie erreichen damit eine bessere Ausnutzung, d.h. einen besseren Wirkungsgrad, der eingesetzten Brennstoffe. Mit der KWK-Umlage wird die Stromerzeugung über Kraft-Wärme-Kopplung gefördert.

Der Mehrtarifzähler hat mindestens zwei Zählwerke. Ein Zählwerk misst den Tagstromverbrauch (HT) und das andere Zählwerk den Nachtstromverbrauch (NT), die jeweils zu einem anderen Kilowattstundenpreis (Arbeitspreis) abgerechnet werden.

Dies sind Unternehmen, die zuständig sind für die Bereitstellung von Netzen, deren Instandhaltung und deren Ausbau. Sie bieten den Energielieferanten ihre Netze für den Transport von Elektrizität an und erheben dafür Netznutzungsentgelte. Zuständiger Netzbetreiber in Delitzsch ist die Stadtwerke Delitzsch GmbH.

Netznutzungsentgelte werden für jeden Netzbetreiber von der zuständigen Regulierungsbehörde genehmigt und sind auf der Seite des Netzbetreibers im Internet veröffentlicht. Mit den Netznutzungsentgelten stellt der Netzbetreiber die Kosten der Errichtung, Instandhaltung und des Betriebs der Stromnetze einschließlich einer marktüblichen Rendite in Rechnung. Die Entgelte sind nicht verhandelbar.

Besondere Preise für die Hochtarif- und die Niedertarif-Zeit (die Nachtstunden von 22 bis 6 Uhr) werden im Tarifabnehmerbereich als Schwachlastregelung bezeichnet. Bei dieser Tarifstruktur wird zwischen dem teureren Tagstrom und dem günstigeren Nachtstrom unterschieden. Zweck des Nachtstroms ist, in den so genannten Schwachlastphasen durch Kraftwerksmanagement die Kraftwerke besser, d.h. möglichst gleichmäßig auszulasten. Das betrifft vor allem die Nachtstunden, weswegen umgangssprachlich auch der Begriff Nachtstrom gebräuchlich ist. Voraussetzung für die Nutzung der Schwachlastregelung ist ein Mehrtarifzähler. Die Schwachlastregelung ist für Kunden interessant, die mehr als 30 % ihres Stroms in der Nacht verbrauchen.

Die Stromsteuer, die auch Ökosteuer genannt wird, ist Bestandteil der Stromentgelte. Sie bestimmt sich nach dem Stromsteuergesetz, wird auf die verbrauchten Kilowattstunden erhoben und ist vom Energielieferanten einzuziehen. Die Höhe ist fest und beträgt 2,05 ct/kWh netto.

Gebühr für einen Stromwandler. Stromwandler dienen zur Umformung eines relativ hohen Wechselstromes in einen eingeprägten, galvanisch getrennten Wechselstrom, damit der Stromzähler die Menge messen kann.

Unter Tarifschaltung wird das Umschalten zwischen Hochtarif und Niedertarif verstanden. Für die Umsetzung ist ein Mehrtarifzähler erforderlich.

Der Zählpunkt ist der Punkt in einem Energienetz, an dem ein Energiefluss mit einem Messgerät erfasst und registriert wird. Dabei kann es sich um einen Einspeise- oder einen Entnahmepunkt handeln.