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Heizkostenspartipps

Besonders wirkungsvoll ist es, die Heizkurve der Anlage so niedrig wie möglich einzustellen. Die Niveaueinstellung (z.B. Einschaltwelle 15°C) soll dabei nicht verändert werden. Fast alle Anlagen verfügen über eine witterungsgeführte Temperaturregelung. Eine zu hoch eingestellte Vorlauftemperatur am Heizkessel oder an der Fernwärmeübergabestation führt dazu, dass vor allem in der Übergangszeit (Frühjahr, Herbst) überschüssige Wärme über die Fenster abgelüftet wird. Dies kostet unnötige Heizenergie und belastet zudem die Umwelt.
Auch eine Nachtabsenkung der Heizanlage, vor allem in den Übergangsjahreszeiten, erschließt maßgebliche und nachhaltige Energieeinspar-Potenziale. Die Energieeinsparverordnung in Verbindung mit DIN V 4701-10 gibt dies sogar vor.

Der Einbau moderner Regelungstechnik trägt dazu bei, dass der Gesamtheizenergieverbrauch des Gebäudes verringert wird und dem wirklichen Bedarf optimal angepasst werden kann. Im Bereich von Einrohrheizanlagen bieten sich zwei verschiedene Maßnahmen an:

  • Eine entsprechende Regulierung der Stränge (Einbau von sog. Differenzdruckreglern) stellt eine gleichmäßige Versorgung aller Heizkörper sicher und unterstützt die Maßnahme der angesprochenen Absenkung der Heizkurve nachhaltig.
  • Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, mit Hilfe einer differenztemperaturabhängigen Strangregulierung die Wärme eines jeden Stranges zu minimieren.


Schwächen der Beheizung einzelner Nutzeinheiten, die möglicherweise einer Absenkung der Heizkurve entgegenstehen, sollten durch bauliche Maßnahmen beseitigt werden (z.B. Wärmedämmung, Austausch von Heizkörpern).

Die auf den ersten Blick sinnvoll erscheinende Maßnahmen der Wärmedämmung aller Rohre zur Reduktion der Wärmeabgabe ist zwar in der Praxis nicht immer realisierbar, sollte aber im Einzelfall geprüft werden.

Verbrauchsbewusstes Heizen und Lüften

Die Funktion von Heizkörpern und Thermostatventilen sollte nicht durch Verkleidungen oder Vorhänge gestört werden.

Die Räume sollten nur bei Bedarf geheizt werden, wobei aber eine Auskühlung vermieden werden sollte, da das Wiedererwärmen der ausgekühlten Räume ebenfalls Energie kostet.

Die Türen zu minder beheizten Räumen sollten geschlossen sein, um Bildung von Schimmelpilz zu verhindern.

Die Räume sollten nicht überheizt werden. Jedes Grad Temperatursenkung spart bis zu 6 % Heizkosten. In vielen Fällen sind Raumtemperaturen von 20°C ausreichend. Noch einmal spart, wer nachts die Raumtemperatur um einige Grad senkt.

Fenster, Rollläden und Fenstervorhänge sollten nachts geschlossen bleiben.

Richtiges Lüften ist besonders wichtig: So kurz und kräftig wie möglich. Mehrmals täglich zwei bis fünf Minuten Durchzug bei vollständig geöffneten Fenstern ist auch im Winter sinnvoll und richtig. Während des Lüftens die Heizkörperventile geschlossen halten.

Auch beim warmen Wasser kann man den Geldbeutel schonen: ein Vollbad verbraucht etwa genau so viel Energie und Wasser wie mehrere Duschbäder von insgesamt fast zwanzig Minuten Dauer.

Quelle: Dr. Karl W. Rohte., Gräfelfing/München, "Heizkostenabrechnung" Januar 2006